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Mosche Ya’akov Ben-Gavriêl: Jerusalem wird verkauft oder Gold auf der Straße.

22,00 

Roman. Erstausgabe. Aus dem Nachlass herausgegeben und mit einem Nachwort von Sebastian Schirrmeister.

Im k.u.k. Lazarett läuft der Erste Weltkrieg ziemlich unheroisch ab. Der jüdische Soldat Dan kuriert schwere Frontverletzungen aus – und sieht sich dann plötzlich zum Leutnant befördert, auf den neue Heldentaten warten. Sein Marschbefehl lautet: Jerusalem.
Auf seinem Weg liegt Konstantinopel, voller Huren und Operettenuniformen, heißes Pflaster, Drehscheibe krummer Geschäfte zwischen Europa und Asien, »Gefahrenzone, deren Betreten die überaus gefürchtete Rücksendung nach Europa auslösen kann«.
Die k.u.k. Sanitätskommission in Jerusalem verheißt dagegen einen friedlichen Platz, und die österreichischen Soldaten werden hier zu skrupellosen Kriegsgewinnlern, halten sinnlose Paraden ab oder huren herum. Dann aber sehen sie sich auch dort gnadenlos dem »Antlitz des Krieges« gegenüber, der »Ausgeburt des Wahnsinns«. Ohnmächtig erleben sie die »Verbrechen des türkischen Krieges«, das »Schreckensregiment, das der wahnsinnige Djemal etabliert hat«: »geschlachtete Armenier«, brutale Gewalt gegen Araber und Juden, Folter, die in den Straßen Jerusalems verhungernden Zivilisten. Die ferne Heimat aber ist um keinen Deut besser: »Europa ist der Wahnsinn, Europa ist der Mord«.
1940 entstanden, wird ein Schlüsselroman über den Ersten Weltkrieg erstmals im Original zugänglich gemacht – ein kurioses, bedenkliches Kapitel der europäischen Verstrickungen im Nahen Osten, eine faszinierende Parallellektüre zu den Darstellungen von T. E. »Lawrence von Arabien«.

ISBN 978-3-938375-69-3. Ohne Versandkosten.

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